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03.12.2021 09:00

Worum geht es?

Worum geht es dir?
Hast du dir einmal vorgestellt, wie du als Hundertjährige*r auf deinem Schaukelstuhl sitzt, mit einer Tasse heißem Kakao in der Hand, einer Wolldecke über den Beinen und friedlich und erfüllt aus dem Fenster schaust, um die weißen Schneeflocken zu beobachten und dann feststellen zu können, dass …..?

Genau diese Frage möchte ich dir stellen? Auf was möchtest du in deinem  Leben rückblickend schauen können? Was möchtest du erleben? Welche Werte sind dir wichtig und wie kannst du sie schützen und verteidigen?

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Wer hätte Anfang 2020 daran gedacht, dass es im Jahr 2021 nur noch herausfordernder werden soll? Ich, die (fast) täglich meditiert, sich mit der geistigen Welt verbindet, die ihr Herz für Mitmenschen öffnet, die Augen öffnet und auch mit der Ernährung darauf achtet, einen gesunden Körper zu kreieren, habe in den letzten zwei Wochen vermehrt mit Druck auf der Brust, Schnupfen und Co. zu tun. Die äußeren Einflüsse brauche ich wohl nicht zu erwähnen, denn auch die habe ich zu häufig konsumiert und auf mich wirken lassen. Worum geht es hierbei eigentlich?

Haben wir nicht alle eine Zeit auf Erden geschenkt bekommen, als wir uns entschieden haben, in diesem Leben, zu dieser Zeit, in dieser Familie zu inkarnieren und das Spiel des Lebens zu spielen? Und ich meine nicht „Mensch- ärgere dich nicht!“, in dem andere herausgeworfen werden und die Frage ist, wer ist zuerst am Ziel.

Wenn wir die Natur beobachten, bekommen wir wohl am ehesten ein Bild davon, wie das Spiel zu spielen ist. Oder hast du schon einmal eine Raupe erlebt, die Angst um ihren Körper hat, ehe sie zu einem freiheitsliebenden Schmetterling wird? Wandlung ist das Natürlichste der Welt. Auch die Natur ist im Wandel gelassen und im Vertrauen, dass nach dem Fallen der Blätter im Frühling wieder neue sprießen werden.

Vielleicht dürfen wir die kollektive und lange „totgeschwiegene“ Angst vor dem Ende einmal bewusst anschauen? Mit Demut, Respekt und Liebe gegenüber unserem Wunderwerk Körper. Ich habe eine Hochachtung vor dieser Schöpfung.

Unser Immunsystem sorgt bei einer Infektion dafür, dass Eindringlinge (Bakterien, Viren…) so schnell wie möglich unschädlich gemacht werden und bildet Gedächtniszellen aus, die dem Körper helfen werden, auch zukünftige äußere Angriffe zu bewältigen. Unser Gehirn vernetzt sich bis ins hohe Alter immer wieder neu, wenn wir uns für Neues öffnen und alte Glaubenssätze mit neuen Weisheiten überschreiben. Das „Darmhirn“, es hat sich vielleicht schon herumgesprochen, bildet durch Millionen Nervenzellen ein autonomes Nervensystem, das mehr mit dem Gehirn kommuniziert, als anders herum. Wir dürfen wirklich stolz sein, solch einen wundervollen Körper zu besitzen!

Wenn wir die Angst vor dem Tod loslassen und das Leben leben, können wir die Zeit, die uns zur Verfügung steht, mit unseren Werten und den Augen der Liebe leben. Liebe ist nicht die rosarote Brille, die uns in der Kindheit, vor allem uns Mädchen, durch Märchen suggeriert wurde, den Traumprinzen zu finden, der uns mit dem weißen Pferd rettet und uns das Gefühl vermittelt, geliebt zu werden.

Nein, Liebe ist eine Aktion, wie ich lernen durfte. Es geht um VerANTWORTung, uns selbst gegenüber die Antwort zu geben, die sich unsere Werte und Bedürfnisse nach dem geliebt werden fragen. Und es geht um Respekt, die eigenen Limits anzuerkennen. Wir müssen nicht alles alleine bewältigen, können oder wissen. Wir dürfen und sollten uns Hilfe suchen, uns Menschen gegenüber öffnen und uns weich zeigen, mit Herz und Gefühlen. Denn diese sind kognitiv nicht zu begreifen, sie fließen bestenfalls durch unser System. Wenn wir uns erlauben, diese Dusche der Emotionen zu fühlen, erhalten wir hormonelle Cocktails, Botenstoffe, die im Gehirn ausgeschüttet werden. Kostenlos!

Welchen Cocktail wählst du für dich?

Jeder von uns ist frei und hat die Wahl, wie, wann und wo die Energie hinfließen soll. Hast du einmal das Experiment gemacht, 2 Minuten zu lachen? Selbst wenn dir nicht nach lachen zu mute sein sollte, Mundwinkel nach oben und 2 Minuten später gibt es den Serotonin/ Dopamin- Cocktail gratis.

Ich möchte dir keine rosarote Brille vorgaukeln. Es gibt Momente, die sind einfach nicht zum Lachen und auch diese bedürfen deine Aufmerksamkeit. Sie erinnern an unser soziales Nervensystem, das die Verbindung zu anderen sucht. Wenn jemand Geliebtes stirbt, fühlt sich das nach Verlust an, weil es uns so vorgelebt wurde. Aber ist es wahr, dass der Tod ein Ende bedeutet? Oder ist es ein Übergang in eine andere Dimension, die wir nur noch nicht kennengelernt haben?

Wie geht es wohl der Raupe, die sich nach dem Wandel als Schmetterling erfährt? Hätte sie an ihrem schweren Körper festgehalten, hätte sie die Freiheit vielleicht niemals erfahren…

Mir geht es in diesem Blog- Artikel darum, unsere Menschlichkeit zu achten. Das Miteinander lernen und leben können, uns wertzuschätzen. Je mehr Verantwortung jede*r von uns übernimmt, um glücklich zu sein, die eigenen Limits anerkennt und mit der Angst hindurch geht, um daran zu wachsen, desto weniger brauchen andere uns den Spiegel zu halten. Es wird keinen Krieg geben, weil es im Außen nichts mehr zu bekämpfen gibt. Worum geht es eigentlich wirklich? Worum geht es dir?

Ich freue mich, wenn du ein Kommentar bei Instagram hinterlässt. Lasst uns zusammen tun, unsere Limits mit unseren Stärken und Potenzialen erweitern, geht es nicht auch darum?